Ehrenamtliche aus dem AWO-Mehrgenerationenhaus Altötting und den Ortsvereinen des AWO-Kreisverbandes Altötting schildern in einer Interviewreihe ihren Weg zum Ehrenamt und ihre teils in Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen. Einige haben Tipps für künftige Ehrenamtliche. Die Interviews führte Robert Attenhauser entweder persönlich im Mehrgenerationenhaus oder telefonisch im November und Dezember 2026.

Beate Rodler und Christina Dohan meistern als Ehrenamtliche auch mal allein das wöchentliche Frühstück im AWO Mehrgenerationenhaus Altötting.

AWO Ivw Dohan Rodler Nov 2025 1Christina Dohan (li) und Beate Rodler sind Teil des Frühstücksteams im AWO Mehrgenerationenhaus Altötting. (Foto: Attenhauser)Warum haben Sie sich für das Ehrenamt entschieden?

Rodler: Ich war Bankkauffrau und hab immer schon vorgehabt mich zu engagieren, wenn ich in Rente gehe, mich ehrenamtlich betätige, dass ich etwas zurückgeben kann. Ich bin auch woanders noch ehrenamtlich tätig. Mich hat eine Freundin gefragt, ob ich hier mithelfen kann.

Dohan: Ich bin 25 Jahre nach München zur Büroarbeit gependelt und mit der Rente habe ich sehr sehr viel Freizeit. Ich dachte, etwas Gutes ehrenamtlich für die Gesellschaft zu tun wäre ganz toll. Ich hab mich per E-Mail beworben. So bin ich hier gelandet, ich bin fast drei Jahre hier.

Wie gestaltet sich ihr ehrenamtlicher Arbeitsalltag?

Rodler: Wenn man ein gutes Team hat, dann geht das von selber. Die Leute müssen gut zusammenpassen. Es ist hier gut organisiert. Was von den Leuten dann zurückkommt, das ist eine Bestätigung – man freut sich dann, dass sich die Leute treffen können. Sich auch mal mit den Leuten unterhalten, Smalltalk machen, das ist das, was ich eigentlich machen wollte.

Dohan: Geduld braucht man tatsächlich, es sind unterschiedliche Menschen, Senioren, Behinderte. Man braucht Empathie, Verständnis und muss ein wenig hauswirtschaftlich gut sein, weil man schnell sein muss, um alles tipptopp wie zuhause anbieten zu können.

Kommen positive Rückmeldungen?

Dohan: Wir sind tatsächlich sehr geschätzt. Jeden Dienstag und auch beim Tanzcafé bedanken sich Gäste. Sie sind glücklich – und deswegen kommen sie auch immer wieder.

Ist mal etwas schief gelaufen?

Rodler: Ich hab nix. Wenn, dann müssen wir einfach improvisieren. Wenn was nicht so passt, dann tut uns das leid.

Dohan: Jetzt schaffen wir das auch mal zu zweit ohne eine Dritte. Aber manchmal kommen 40, 50 Gäste, da ist es gut, wenn noch jemand hilft.

Wie ist das mit dem „Arbeitgeber“ im Ehrenamt?

Rodler: Auf alle Fälle. Sonst könnten die das alles gar nicht machen, wenn es die Ehrenamtlichen nicht gäbe. Wenn die Ehrenamtlichen aussterben, dann gibt es viele soziale Organisationen nicht mehr. Das ist leider so.

Was bedeutet Ihnen Ihr Ehrenamt?

Rodler: Dass ich einfach etwas Gutes tue und irgendetwas zurückgeben kann, weil es nicht jedem so gut wie mir geht ...

Dohan: … und ich will es unentgeltlich tun, das ist hier die Möglichkeit.

Was sagen Sie Einsteigern ins Ehrenamt?

Dohan: Man lernt neue Leute kennen. Wir Ehrenamtliche sind auch befreundet, gehen auch gemeinsam mal in ein Konzert, machen einen Ausflug. Letztens haben wir eine Plättenfahrt auf der Salzach gemacht. Das war so toll. Wir sind befreundet, tauschen uns aus.

Rodler: Mit denen, die ich seit acht Jahren im Ehrenamt kenne, fahr ich auch in Urlaub.

 

Generationenfrühstück

Das Generationenfrühstück - jeden Dienstag bei uns im Mehrgenerationenhaus um 9 Uhr (außerhalb der Schulferien). Nächster Termin: Dienstag, 20.01. 2026. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer. (PDF)

 

Patenschaftsprogramm - Menschen stärken Menschen

Aktuelle Informationen zu dem Patenschaftsprogramm der AWO entnehmen Sie bitte dem Flyer. (PDF)

 
 

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